Urlaub mit dem Hund

Urlaub mit dem Hund | Teil 2

Urlaub mit dem Hund – Ist das jetzt eine gute oder schlechte Idee?

Da ist sie schon wieder – die Anfrage eines Gastes ob er/sie denn einen Hund mitbringen kann. Und was ist jetzt der Plan? Hast Du in Deinem Hotel schon eine Strategie für einen Urlaub mit dem Hund?

JA?

Dann schau Dir einfach mal unsere Ideen an, vielleicht kennst Du ja etwas noch nicht.

NEIN?

Bitte weiterlesen, Du wirst staunen, denn dahinter verstecken sich tatsächlich Umsätze.

Natürlich ist es immer wieder der gleiche Streitpunkt. Die einen sagen Hunde machen Dreck und alles kaputt. Das geht gar nicht, schließlich gibt es Menschen, die allergisch auf Hundehaare sind. Die anderen wollen unbedingt Hunde, sie haben selbst Haustiere und schließlich müssen diese Gäste auch irgendwo schlafen.

Jede Seite hat ihre Argumente dafür und dagegen. Und alle haben für sich gesehen Recht. Aber was wäre, wenn Du mit Deiner Hunde Strategie alle Seiten zufrieden stellen könntest und gleichzeitig noch den Umsatz steigerst? Das wäre doch eine feine Sache, oder?

  • Was sind die wichtigsten Punkte für ein gutes Miteinander von Gast – Hund und Unterkunft?

Gleich zum Anfang jeder Überlegung musst Du Dir im Klaren sein, dass es nette und weniger nette Hunde gibt. Das gleiche gilt übrigens ebenfalls für Herren und Frauchen und erfahrungsgemäß auch für Gäste ohne Hund.

Also, was tun?

Lege intern fest, ob Hunde mit aufgenommen werden oder nicht.

    • Wenn Du Dich für eine Wahl entschieden hast, musst Du diese durchziehen. Halbe Sachen gibt es bei diesem Thema nicht, auch nicht wenn der Kaiser von China oder der Bundespräsident kommt.
    • Du wirbst für ein „tierfreies Hotel“, dann müssen sich alle Gäste zu 100% darauf verlassen können. Im schlimmsten Fall könnte eine allergische Reaktion schwerwiegende Folgen haben.
  •  

Nimm das Marketing-Team mit ins Boot. Du akzeptierst Hunde? Dann erzähle es der Welt da draußen. Nur so werden Hundebesitzer auf Dich und Dein Hotel aufmerksam. Notiere es auch auf Deiner Webseite, damit Dich Google & Co. ebenfalls finden. Das gleiche gilt natürlich auch, wenn Du keine Hunde aufnimmst.

Wie sind Deine Zimmer ausgestattet? Besonders die Böden sind in diesem Fall relevant. Hast Du Teppiche oder glatte Flächen wie z.B. Linoleum oder Holz? Glatte Flächen sind besser sauber zu halten, da ist Dir das Housekeeping sehr dankbar.

Wie sind hier die Gegebenheiten? Gibt es Bereiche, die nicht so gut einsehbar sind? Vielleicht sogar ein separater Raum, Stube oder sonstiges? Wichtig ist, dass alle Hygienevorschriften eingehalten werden. Der Hund sollte im Besten Fall nicht über den Buffetbereich zum Platz laufen. Das könnte andere Gäste stören. Daher ist es besser einen Bereich näher zum Ausgang zu wählen, wo Gäste mit Hund sitzen können.

Du hast bereits Zimmer, die für Allergiker angeboten werden definiert? Gut! Da ist es sehr leicht, diese Zimmer für Hundebesitzer zu sperren. Das macht Sinn, denn dann ist klar definiert, wer diese Zimmer belegen darf und wer nicht. Genau so machst Du es mit Zimmern, die mit Hund belegt werden. Je nachdem wo Dein Hotel ist und wie groß es ist, reichen im Regelfall wenige Zimmer, die für Hundebesitzer geeignet sind. Nimm Zimmer, die nicht am Ende des Ganges liegen und vielleicht in der Nähe von Lärmquellen wie z.B. die Warenanlieferung oder Housekeeping Office, denn da würdest Du ein unnötiges Bellen provozieren. Das sind für Hunde alles unbekannte Geräusche. Denk immer daran, der Hund ist in einer fremden Umgebung.
Jeder im Haus muss wissen, wann und in welchem Zimmer ein Gast mit Hund wohnt. Dann kann das Restaurant reagieren und entsprechend einen passenden Tisch reservieren und das Housekeeping weiß, dass in diesem Zimmer ggf. ein Hund alleine sein kann. Nicht dass das Housekeeping Team die Türe öffnet und der Hund springt raus.

Natürlich hat ein Zimmer mit Hund einen erhöhten Reinigungsbedarf. Ebenso sollten die Mitarbeiter/innen geschult sein, dass sie nur in bestimmten Fällen das Zimmer betreten können. Das minimiert den Stressfaktor für beide Seiten, ebenso wie die Unfallgefahr. Ein besonderes „Bitte nicht Stören Schild“ unterstützt zusätzlich.

Und wie nun soll das alles zu mehr Umsatz führen?

Schließlich haben alle Abteilungen nur mehr Arbeit mit den Gästen und ihren Hunden?
Warum ist die Annahme von Buchungen mit Hund so wichtig?

All diese Leistungen sind nicht kostenfrei erhältlich. Das ist (so ziemlich) jedem Hundebesitzer klar. Du kannst also für den Hund pro Nacht separate Gebühren berechnen. Zumeist liegt das in den Hotels bei ca. € 10-20 pro Nacht, je nachdem über welche Sterne-Kategorie das Hotel verfügt. Viele Hotels unterscheiden noch zwischen kleinen und großen Hunden. Schließlich macht ein großer  und langhaariger Hund mehr Schmutz, als ein kleiner Hund mit wenig Fell. 

Überleg Dir, ob Du mehr daraus machen willst – als nur „Haustiere erlaubt“

Zwischenzeitlich gibt es viele Hotels und Hotelketten, die gerade das Thema Urlaub mit dem Hund explizit ansprechen und aktiv bewerben. In diesem Fall genügt es allerdings nicht anzuzeigen, dass das Hotel Hunde mit aufnimmt. Da musst Du schon etwas tiefer in Deine Trickkiste greifen. Da kommen dann ganz schnell Accessoires wie Fress-/Saufnapf, Schlafdecke und/oder Körbchen, Leckerlis usw. dazu.

Ebenso solltest Du entsprechend auch die OTAs „füttern“, denn das sind Suchkriterien, die Dir ganz schnell neue Gäste bringen. Oft haben Hundebesitzer Fragen rund um ihren Aufenthalt mit Hund. Da kannst Du ganz geschickt die Buchung direkt am Telefon annehmen!

Auch auf Deiner eigenen Webseite sollte das Thema genannt werden. Vielleicht sogar mit einer eigenen Seite.

Weitere Ideen findest Du auch in unserem ersten Beitrag hierzu.

Berechnungsbeispiel Umsatz mit und ohne Hund:


2x Übernachtung im DZ
2 x Übernachtung Hund
1 x Abendessen im Hotel
2 x Abendessen im Hotel
Hotelbar

ohne Hund
€ 129,00
€     0,00
€   50,00
€     0,00
€   10,00
—————
€ 318,00

mit Hund
€ 129,00
€   10,00
€     0,00
€ 100,00
€   20,00
————
€ 398,00

Mit der richtigen Strategie zu mehr Umsatz

Du hast also mal schnell € 80 mehr Umsatz gemacht, ohne viel dazu zu tun. Da viele Hundebesitzer abends nicht mehr nach einem Restaurant suchen wollen, wo sie mit Hund sitzen dürfen, bleiben sie der Einfachheit halber im Hotel, denn da wissen sie schon, dass der Hund mit ins Restaurant darf. Und da sie schon mal da sind, lassen sie den Abend an der Hotelbar ausklingen oder nehmen im besten Fall sogar Getränke mit auf das Zimmer.

Hierbei handelt es sich nur um ein einfaches Rechenbeispiel. Wenn Du geschickt bist, dann kannst Du Deinen Umsatz weiter erhöhen. z.B. durch ein Zimmerupgrade in ein größeres Zimmer, Tiefgaragenplatz, dann steht das Auto kühl, wenn die Gäste einsteigen, usw. usw. Deiner Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt.

Weitere Tipps findest Du auch in unserem anderen Beitrag dazu.

Urlaub mit dem Hund | Teil 2
Wie denkst Du jetzt über Haustiere in Deinem Hotel?

Glaub mir, Gäste mit Hund sind zumeist unkompliziert. Sie freuen sich, wenn für sie und ihren Liebling einfach nur mitgedacht wird. Und wenn Du ihnen erklärst, warum sie vielleicht am Rand oder in einem Nebenzimmer sitzen müssen (z.B. wegen dem  Frühstücksbuffet), dann haben sie Verständnis. Denn meist ist es dort auch ruhiger für Ihren Liebling und somit entspannter für alle.

Diese Gäste freuen sich, wenn sie ihren Hund mitbringen können und noch mehr freuen sie sich, wenn der Hund mit ins Restaurant darf. Über ein Betthupferl in Form eines Kauknochens ist die Freude oft größer als über die Schoki auf dem eigenen Menschen-Kopfkissen.

Eines haben Gäste mit Hund gemeinsam:

Wer mit Hund verreist und die Mehrkosten für die Reinigung, etc. akzeptiert, der lässt im Hotel gerne auch mal mehr Geld liegen für F&B und vielleicht auch für Wellnessleistungen (falls vorhanden). Denn wer einen Hund besitzt und mit ihm auch noch verreist, der hat das nötige Kleingeld.

Ich hoffe, Du bist Dir jetzt sicherer, ob Du den Urlaub mit dem Hund Deinen Gästen anbieten möchtest. Falls ja, dann hole Dir einfach unsere Checkliste, mit der Du die wichtigsten Punkte sicher abarbeiten kannst.

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